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Wiener Festwochen 2018 - neu und verbessert

Zufrieden kann ich die Pressekonferenz der Wiener Festwochen (FEST- wird in Versalien geschrieben) am 15. Februar samt Programmheft und Unterlagen verlassen. Es hat sich wieder alles zusammengeschüttelt: Das Programmbuch ist lesbar und geordnet, das Programm verspricht vielfältigen Genuss und tiefes Nachdenken.

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Imagetanz - brut-Festival auf Reisen

Seit nahezu 20 Jahren bietet das Festival imagetanz Neues aus Choreografie, Tanz und Performance. Der Tanz, der richtige freie Tanz, hat zwar an Platz, vermutlich auch an Interesse, verloren, doch hat sich im Gegenzug die körperorientierte Vorstellung, die nicht unbedingt bewegt sein muss, auf Deutsch Performance, breitgemacht. Dieses Jahr fahren Künstler*innen im Gesundheitszug. Das Publikum fährt mit. Nicht nur, weil es sich mit dem brut-Ensemble auf Wanderschaft begeben muss. Noch ist die Renovierung des Theaters nicht abgeschlossen, doch mit Engagement und guten Ideen haben Chefin Kira Kirsch und ihr Team neue Auftrittsorte gefunden. So spielt sich imagetanz nicht am Karlsplatz ab, sondern am Petersplatz, in der Brunnenpassage, im Studio Matsune im 10. Bezirk oder im Château Rouge auf der Schönbrunnerstraße.

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Tanz*Hotel: „Herr Jemineh hat Glück“

Aus Alt mach Neu! Bert Gstettner mit dem Ensemble seines Tanz*Hotel ist das großartig gelungen. Nach der Uraufführung im Dschungel 2013 hat er das Tanztheater mit Live Musik und sechs springlebendigen Kinder keineswegs in der Mottenkiste abgellegt. Aufgefrischt und mit einer neuen Generation von Volksschulkindern und der Tänzerin Karin Steinbrugger knödelt es als nahezu neues Stück über die Dschungel-Bühne. Statt weitausholender Lobeshymnen sei gemeldet, dass alle bisher vorgesehenen Vorstellungen bereits ausverkauft sind. Fragen kostet aber nichts, der feuchtkalte Winter provoziert Restkarten.

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I. Suchy / S. Kogler: „Partituren des Körpers“

Ein Sachbuch von besonderer Anmut. Geht es doch um die „Geste in Komposition und Aufführung“. So der Untertitel der Sammlung von vielfältigen Essays über die Sprache des Körpers, nicht nur speziell in der Musik, sondern auch allgemein. Die Herausgeberinnen, Irene Suchy und Susanne Kogler, sind selbst kompetente Musikwissenschaftlerinnen und haben den Band als Ergebnis eines künstlerisch-wissenschaftlichen Projekts „Vom Entdecken der Hände – Gesten, Posen und Gebärden“ mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen gestaltet.

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Andrea Gunnlaugsdóttir & Laia Fabre, brut / Werk X

Die Mischung aus Heiß und Kalt muss nicht lau sein, Kontraste und Konturen können durchaus spürbar bleiben. Andrea Gunnlaugsdóttir, Tänzerin aus Reykjavik, und Laia Fabre, bildende Künstlerin, Choreografin und Performerin aus Barcelona, zeigen im auf den Petersplatz (Werk X – Eldorado) ausgelagerten brut ihr Duo „And all in between“. Eine beeindruckende, streng choreografierte Performance zweier Bühnenpersönlichkeiten im White Cube.

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Possarnig / Shurkai / Dominici: "Bauhaus tanzt"

Die Tänzerin und Choreografin Anna Possarnig hat sich intensiv mit dem 1922 uraufgeführten Tanzstück „Triadisches Ballett“ von Oskar Schlemmer und dem Ehepaar Albert Burger und Elsa Hötzel beschäftigt und mit den Tänzerinnen Paula Dominici und Maria Shurkal eine Paraphrase auf das berühmte Tanztheater geschaffen. Eine exakte, verständliche und fein getanzte Performance, die vom Publikum im Ateliertheater begeistert aufgenommen worden ist.

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Edward Clug: „Peer Gynt“ – alternative Besetzung

Mit Denys Cherevychko in der Titelrolle und Nina Poláková als Solveig feierte „Peer Gynt“, das bilderreiche Ballett von Edward Clug, eine zweite Premiere. In der dichten Vorstellung war kein Husten und Räuspern zu hören, auch den vor allem bei den Ensemblenummern fälligen Zwischenapplaus wagte das angespannte Publikum nicht, so konzentriert folgte es den Protagonist*innen von Station zu Station auf Peers Reise rund um die Welt.

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Osterfestival Tirol 2018: „über.leben“

Mehrfach lesbar ist auch in diesem Jahr das Motto des Osterfestivals Tirol, das traditionell das Ende der Fastenzeit markiert. Zwei Wochen lang wird in Hall i. T. und in Innsbruck getanzt, gegeigt und gesungen, diskutiert, rezitiert und meditiert. Unterschiedliche Medien helfen dem Publikum, zu hören und zu sehen, zu genießen und auch über den Sinn des Lebens nachzudenken. Im Zentrum des Osterfestivals stehen wie jedes Jahr Alte und Neue Musik, Tanz und Performance.

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Museumsquartier: Ballet Revolución, Kuba

Dynamisch, rhythmisch, akrobatisch, wild und zärtlich begeistert das Ballet Revolución immer wieder sein Publikum. Fünf Tage im März 2018 gastieren die perfekt ausgebildeten Tänzer*innen wieder im Museumsquartier. Die Energie bekommen die springlebendigen Tanzstars von der Live-Band, die mit aktuellen Nummern aus der internationalen Hitparade auch das Publikum elektrisiert.

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Edward Clug: „Peer Gynt“, eine Tanzpremiere

Mit seinem, für das Ballettensemble des Nationaltheaters Maribor geschaffenen, Stück nach Henrik Ibsens Versdrama „Peer Gynt“ begeistert der Choreograf und Regisseur Edward Clug auch das Wiener Publikum. Dieses, Clugs erstes abendfüllendes Tanztheaterstück, ist ein großartiger Bilderbogen, der den norwegischen Helden auf seiner Jagd nach dem Glück und der Reise zu sich selbst zeigt. Jakob Feyferlik ist als Peer während des gesamten Abends auf der Bühne, um ein ganzes Leben zu durchtanzen. Ihm gebührt die Palme.

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