Im Rahmen der Reihe „Raw Matters“ wurden am 15. Oktober vier unterschiedliche, thematisch jedoch sich durchaus ergänzende Arbeiten aufgeführt. Zwei strickende Frauen denken über weibliche Immigranten nach. Ein Fagott trifft auf Flamenco. Eine hochschwangere Tänzerin reflektiert über sich und den Kampf Schwangerer in der modernen Welt. Und zwei Priesterinnen beleuchten die Prägungen und Abhängigkeiten ihrer ZeitgenossInnen.
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Mit einer gut verdaulichen Mischung aus klassischem Ballett und zeitgenössischen Tanzstücken, zauberhaft schön und hinreißend bravourös, konnten Kirill Kourlaev und Olga Esina (Kourlaev & Esina Production) in der zweiten Wiener Weltstar-Gala das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Dass auch am 2. Abend der Veranstaltung, Sonntag, 14. Oktober, im Volkstheater kaum ein Platz leer geblieben ist, zeigt, dass es für solche Ausnahmeabende genügend Publikum gibt.
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Johann Kresnik hat sein choreografisches Theater nach William Shakespeare „Macbeth“ für TANZLIN.Z, das Ensemble des Linzer Landestheaters, rekonstruiert. Die Originalmusik, für Klavier zu vier Händen, stammt von Kurt Schwertsik. Das Bühnenbild von Gottfried Helnwein ist ebenfalls rekonstruiert worden. Die Premiere am 13. Oktober 2018 im Linzer Musiktheater hat geteilte Aufnahme gefunden. Entsetzen und Schrecken haben einige Buhs hervorgerufen, bis begeisterter Jubel mit langanhaltendem Applaus sich schließlich durchgesetzt hat.
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Feiert die Freiheit! Kämpft um sie! Der Choreograf José Montalvo brachte mit „Carmen(s)“ eine fulminante Arbeit auf die Bühne des Festspielhauses St. Pölten. Flamenco, klassisches Ballett, Breakdance und Zitate koreanischen Tanzes werden zu Auszügen aus Georges Bizets Opernmusik und Live-Musik auf geradezu berauschende Art und Weise miteinander verbunden. Die Premiere im deutschsprachigen Raum hat am 13. Oktober stattgefunden.
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In der jüngsten Arbeit aus der Serie „Endangered Human Movements“ beschäftigt sich Amanda Piña, Tänzerin und Choreografin, samt ihrem Team von nadaproductions mit der kulturellen Kolonialisierung. Die genaue Choreografie „Danza y Frontera“, in der Piña alte mexikanische Tänze mit neuen Bewegungsformen zusammenführt, ist am 11. Oktober 2018 im Tanzquartier uraufgeführt worden.
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Ein ganzes Leben, das des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch, 1906–1975, breitet Julian Barnes vor den Leserinnen aus. Doch er schreibt keine Biografie, sondern denkt sich in Stationen eines Lebens unter dem Terror Stalins hinein und bringt den Zwiespalt zwischen persönlicher Integrität, künstlerischer Kreativität und der Macht des Tyrannen und seiner Höflinge nahe. Die deutsche Übersetzung ist 2017 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, jetzt liegt die Taschenbuchausgabe von btb vor.
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Ein aufregender Abend, tanzte doch der Erste Solotänzer Davide Dato zum ersten Mal in Wien den Albrecht, die männliche Hauptrolle im romantischen Ballett „Giselle“. Doch es war mehr als ein Debüt, Dato war auch nach langer schmerzvoller Verletzungspause zum ersten Mal wieder in einer großen Rolle auf der Bühne zu sehen. Maria Yakovleva glänzte am 9. Oktober als seine Partnerin in der Choreografie von Elena Tschernischova.
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Das Tanzquartier Wien ist mit „Antarktika“, einem dreitägigen „Symposium zum Thema Entfremdung“, durchgeführt in Kooperation mit der Kunsthalle Wien, in die Saison 2018/2019 gestartet. Zugleich ist die Theorieveranstaltung auch Auftakt für „Antarktika. Eine Ausstellung über Entfremdung“ in der Kunsthalle. Ergänzend zeigte das Tanzquartier die Performance „Consul und Meshie“ in der Kunsthalle.
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Frauen stehen im Mittelpunkt von Anne Goldmanns Kriminalromanen. Auch mit ihrem neuen Roman bleibt sie sich selbst und ihren Leserinnen treu. Drei Frauen und ein Mord. Oder sind es gar zwei Morde und vier Frauen? Für Spannung ist jedenfalls in „Das größere Verbrechen“ ebenso gesorgt wie für Nachdenklichkeit. Ein spannender Roman, vielleicht Kriminalliteratur, doch sicher kein simpler, gewöhnlicher Krimi.
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Mit seinem Roman über eine Midlifecrisis hat der 65jährige britische Literaturprofessor und Autor eine rare Kostbarkeit geschaffen. Selten noch hat ein Mann mit so viel Humor Krise, Krankheit und Tod erzählt. Der Titel bedeutet „im Sterben (liegend), zum Äußersten“. Parks geht mit seiner Introspektion an die Grenzen dessen, was erzählbar ist, das aber tut er mit Charme, feiner Ironie und Empathie.
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