Meditieren vor dem "Diorama" von Ingri Fiksdal. © Briony Campbel

Noch ist der Umbau des Künstlerhauses, dessen rechter Seitenflügel seit mehr als 30 Jahren als Theater genützt, benutzt und besucht wird, nicht fertig. Das Team muss weiterhin mit den Künstler*innen auf Wanderschaft gehen. Wie gut informierte Kreise wissen, hat Albertina Direktor Klaus Albrecht Schröder, der im renovierten Künstlerhaus eine Dependance, die „Albertina Modern“– 2500 Quadratmeter im Erd- und Untergeschoß –, errichten wird, bereits ein Auge auf das kleine Theaterhaus geworfen. Doch noch ist kein Würfel gefallen, alles ist offen, nur das brut- Programm bis Dezember 2019 steht fest.

Ditta Rudle
Artil: "Bodies in Motion". © oleksenko

Im Rahmen einer drei Länder umspannenden Tour haben sieben internationale junge Choreograf*innen in zwei gemischten Abendvorstellungen parallel in Linz und Wien ihre Choreografien, – „Bodies in motion – Performing the invisible“ –gezeigt. Das Projekt ist aus einer Kollaboration von Kulturinstitutionen Österreichs, Polens und der Ukraine entstanden. Das Augenmerk liegt dabei auf dem kulturellen und sozialen Austausch und der Förderung junger Talente.

Redaktion
Die Köpfe sind leer, die Gehirne sind selbständig geworden.

Nach dem ebenso skurrilen wie wissenschaftlich fundierten Erstlingswerk: „Welcome to the Insects“ (2018) befasst sich das Kollektiv „Spitzwegerich“ in diesem Herbst mit dem Menschen und seinem Gehirn. Im Prinzip geht es um die die alte Sehnsucht der Menschheit: das ewige Leben. Mit Puppen, künstlichen Einzellern, Musik und Gesang ahnen die Spitzwegeriche eine Zukunft voraus, von der wir vermutlich nicht ahnen, wie nahe sie womöglich ist. „Einfrieren, Hochladen, Weiterleben“ ist ein sonderbares, schräges Stück, das trotz der Objekte, komischen Tierchen und eines sprechenden Gehirns nichts für Kinder ist. Die Premiere findet am 25.9. im zum Figurentheater gewandelten ehemaligen Schubert Kino statt.

Ditta Rudle
Asmaa Hamzaoui &  Bnat Timbouktou, 16.10., Porgy & Bess. © Khalil_Mounji

Seit nahezu 20 Jahren liefert das Festival Salam Orient über die Vermittlung von Kunst & Kultur einen konstanten Beitrag zum kulturellen Dialog. Mit der Präsentation von traditioneller sowie auch junger moderner Kunst und Kultur, mit dem Fokus auf starke Frauen und mit gesellschafts- und sozialkritischen KünstlerInnen aus dem arabischen Raum soll der kulturell reiche Beitrag, den viele in Österreich lebende Menschen aus ihren Herkunftsländern mitbringen, präsentiert werden, aber auch dem einseitigen Bild von Krieg, Terror und Flüchtlingskatastrophen entgegen gewirkt werden. Das Festival findet heuer von 14. bis 23. Oktober an verschiedenen Spielorten statt.

Ditta Rudle
"Danza permanente" über Struktur einer unhörbaren Musik. © Thomas Dunn

Nicht nur die Eröffnungsstücke – „Tanz“ von Florentina Holzinger und „Habitat“ von Doris Uhlich – machen neugierig auf die kommende Saison im Tanzquartier. Mit Namen wie Christine Gaigg, DD Dorvillier, Andrea Maurer, Meg Stuart, Alix Eynaudi oder Jefta von Dinther wird die lustvolle Neugierde weiter am Kochen gehalten. Ein dichtes Programm, klug gemischt aus nationalen oder in Wien lebenden Künstler*innen und internationalen Stargästen. Zur Eröffnung am 3. Oktober zeigt Florentina Holzinger in der Halle G eine Uraufführung: „Tanz – eine sylphidische Träumerei in Stunts“. Wiederholungen: 5., 11. und 12. 10. Am 25. Oktober besiedelt Doris Uhlich mit 120 Nackten die große Halle E: „Habitat“ nennt sie ihre neue Choreografie.

Ditta Rudle
"Mamma Lunda", Figurentheater von Peter Ketturkat. © P. Ketturkat

Das Theaterhaus für junges Publikum, „Dschungel“, feiert sein 15-jähriges Bestehen. Dementsprechend üppig und bunt ist das Programm für diese Saison, dass die künstlerische Leiterin, Corinne Eckenstein, am 10. September vorgestellt hat. Gefeiert wird das Jubiläum am 6. Oktober mit einem Open House und einem vielfältigen Programm bei freiem Eintritt.

Ditta Rudle