In seinem erfolgreichen Roman berichtet Robert Seethaler von einem Einzelgänger, der im kleinen Friseurladen der Eltern aufwächst und seinen Weg ins Theater und aus der Provinz herausfindet. Die eigenen Erfahrungen des Autors sind mit Augenzwinkern eingeflochten.

Das gelungene Debüt von Kiyoka Hashimoto als Myrtha, Königin der Willis, im 2. Akt und Maria Yakovleva als ideale Giselle mit ihrem ebenfalls fabelhaften Partner Masayu Kimoto haben den Ballettabend von „Giselle“, es war die 72. Vorstellung in der Choreographie und Inszenierung von Elena Tschernischova, zu einer Sternstunde erhoben. Das Publikum reagiert verzaubert und begeistert. Im richtigen Tempo, behutsam und gefühlvoll dirigiert Paul Connelly die Musik von Adolphe Adam, das Staatsopernorchester folgt ihm willig.

Alix Eynaudi und Franz Poelstra hatten die Idee, Alex Bailey, Karine Blanche, Claire Lefèvre, Mzamo Nondlwana gefiel sie, und sie machten mit: „All we want is the impossible“ postulierten Initiatorin und Initiator und luden zu einem zweiwöchigen Improvisationslabor, um der unreal time composition zu frönen, zu tanzen, zu zeichen, zu lesen, zu schreiben, zu riechen und zu schmecken und einander in Solidarität und Freundschaft verbunden zu sein. Nach der intimen ersten Woche befreundeten sie sich wieder mit dem Tanz vor Publikum. Das durfte zusehen, wie die sechs Performer*innen /Tänzer*innen völlig unbeeinflusst von neugierigen Augen in den Tanzquartier Studios ihre Kreise zogen.

Schon mit ihrer ersten Produktion konnten die Mitglieder der jungen Gruppe „Spitzwegerich“ in vier Vorstellungen Publikum, Kritiker*innen und Fachleute begeistern. Mit zauberhaften Objekten – Insekten, Raupen, Larven, Puppen – konnten sie vor allem dem letzten Begriff im Untertitel, „Schock, Ekel und Faszinosum“ ihrer ebenso amüsanten wie wissenschaftlich korrekten Performance gerecht werden. Von Schock und Ekel keine Spur, das fröhliche Aha-Erlebnis hat das nicht zugelassen.

Zweimal im Jahr vergibt der Dschungel Wien „Slots“ an junge Nachwuchskünstler*innen unterschiedlicher Genres. „Slots“, das sind nicht einfach nur „Löcher“ im mehr als dichten Jahresprogramm des Theaters für junges Publikum, die gefüllt werden wollen, sondern programmatisch klug gewählte „Fenster“, die die laufende Projektauswahl ergänzen und erweitern und vor allem auf die Interessen und Problematiken junger und jüngster Theatermacher*innen als „Repräsentant*innen“ ihrer Generation verweisen.

Zwei ganz unterschiedliche Performances, die am gleichen Thema arbeiten. „Deep Present“ der koreanischen Künstlerin Jisun Kim wird im Programm der Wiener Festwochen gezeigt; „Disastrous“ war im Rahmen der Residenz der Tänzerin und Choreografin Silke Grabinger am Festspielhaus in St. Pölten zu sehen. Lebendige Körper gegen Maschinen. Die Frage, wer schließlich Macht und Herrschaft übernehmen wird, hat in beiden Präsentationen Bedeutung. Für die Jugendlichen im Festspielhaus St. Pölten sind die Aussichten auf die Zukunft nicht ganz so trüb wie für die Künstlichen Intelligenzen im Museumsquartier.

Mit seiner im Februar 2018 in Athen uraufgeführten Solo-Performance „Xenos“ verabschiedet sich Akram Khan als Solotänzer von seinem Publikum. In dieser Arbeit rückt der Brite mit Wurzeln in Bangladesch das Schicksal der über eine Million kolonialisierten Inder, die für „ihre britische Krone“ in den 1. Weltkrieg geschickt worden sind, in den Mittelpunkt. Ein früheres Stück nannte er „Until the Lion“ und erinnert damit an ein indisches Sprichtwort: „Until the lion tells the story, the hunter is the hero! / Bis der Löwe die Geschichte erzählt, ist der Jäger der Held!“, In „Xenos“ (griechisch: "der Fremde"), dem im Festspielhaus St. Pölten getanzten Solo, ist Akram Khan der Löwe; er schreibt die Geschichte um und nimmt die Perspektive der Gejagten ein.

Nur noch zwei Mal in dieser Saison ist die Neufassung 2014/16 des abendfüllenden Balletts von Patrick de Bana, „Marie Antoinette“ in der Volksoper zu sehen. Nicht nur mit Wien, wo Marie Antoinette 1755 als Tochter Kaiserin Maria Theresias geboren wurde, ist das Ballett eng verbunden, sondern auch mit Paris und Versailles, wo sie mit erst 14 Jahren mit dem französischen Kronprinzen Louis Auguste verheiratet worden ist. Als dieser als Ludwig (Louis) XVI. König wurde, wurde Marie-Antoinette Königin von Frankreich und Navarra.

Mit launigen Worten leitete Manuel Legris die Programmvorschau auf seine vorletzte Saison ein, die mit vier Premieren, je zwei In der Staatsoper und Volksoper, aufwartet. Davor aber bietet auch der Juni sowohl am Ring wie am Gürtel genügend Abende, an denen das Wiener Staatsballett das Publikum verzaubert. Nicht zu vergessen, den Höhepunkt jeder Saison, die bombastische Nurejew Gala am 29. Juni 2018.

AAR – Art*Act Kunstverein (Artist at Resort) ist eine Produktion von Tanz*Hotel zur Förderung von Künstler*innen. Unter der künstlerischen Leitung und Betreuung von Bert Gstettner arbeiten sie, oft zum ersten Mal, an einem Werk, das als Uraufführung vor Publikum gezeigt wird. In der 15. Werkschau von „Art*Act“ zeigten Andrea Nagl, Iris Dittler und die jungen Tänzerinnen Eva Sommer, Miriam Kruppa und Desi Bonato (Verein UFO) ihre Performances.

Mit dem, was so riesig ist, dass wir es nicht sehen können, dem Universum, und auch mit dem, was so winzig ist, dass wir es zwar mathematisch ausdrücken, aber nicht wirklich messen können, die kleinsten Teile des Universums, die Strings, befasst sich der Komponist elektronischer Musik und bildende Künstler Ryoji Ikeda. Er zeigt auf zwei Projektionsflächen das Unsichtbare, unfassbar bleibt es dennoch. Eine Ausstellung, eine Abenteuerreise im Lehnstuhl. Fantastische visual art.

Im kleinen Helmut-Zilk-Park leuchten goldene Kuppeln. Die Hunde, die ansonsten hier verkehren und sich entleeren, sollen keine Chance mehr bekommen, doch Mieter, Käuferinnen sollen angelockt werden, denn ein neues Innenstadtviertel unter alten Bäumen wird hier entstehen, das Ressort Philipphof Parkside. Barbara Ungepflegt, Performerin und Konzeptkünstlerin, ist die Architektin dieser „Premiumappartements in Toplage“, deren Musterhäuser nur kurze Zeit, bis zum 1. Juni 2018, besichtigt werden können.

Choreografie & Performance einer neuen Generation“ untertitelt das Tanzquartier Wien die erste Ausgabe eines neuen Formates, das sechs höchst unterschiedliche nationale und internationale Arbeiten auf die Bühne oder die Leinwand gebracht hat. Manches fesselnd, auch bewegend, anderes sogar begeisternd. Möglichkeitsräume werden eröffnet, Zukunftsräume gezeigt, und Humor hat auch nicht gefehlt. Die unterschiedlichen Performances ergeben als Resultat ein „Gelungen.“

Noch zwei Mal ist Thierry Malandins Märchenballett „Cendrillon“ (Aschenbrödel) zur Musik von Sergej Prokofjew in der Volksoper zu sehen. Mila Schmidt, die Premierenbesetzung, tanzt die Titelrolle, berührend, ausdrucksvoll und elegant. Am 23. und 26. Mai 2018 zeigt die Volksoperncompagnie des Wiener Staatsballetts das Märchen, das für den Choreografen Malandin eine Geschichte von heute lebenden Menschen ist, garniert mit Elfen, die Cendrillons tote Mutter begleiten.

Im Dschungel, dem Wiener Theaterhaus für junges Publikum, hatte bereits im April 2018 die neue Produktion des jungen österreichischen Performancekollektivs kunststoff rund um Christina Aksoy, Waltraud Brauner, Raffaela Gras und Stefanie Sternig Premiere. Nun hat „Und die Erde ist doch eine Scheibe“ bereits seine erste Wiederaufnahme, im Juni 2018 folgen weitere Vorstellungen. Das Stück ist ab 8 Jahren angesetzt. Das ist ob der Thematik mutig, geht aber auch an den Vormittagsterminen für Schüler*innen sehr gut auf: Der bisherige Erfolg der klug konzipierten und auch für die jüngeren Besucher*innen unterhaltsam und kurzweilig auf die Bühne gebrachten Produktion verspricht weitere Wiederaufnahmen für den Herbst.

Mit seiner ersten Theaterarbeit stellt sich der bildende Künstler und Filmregisseur Wael Shawky im Rahmen der Wiener Festwochen 2018 im Theater an der Wien vor. Mit 18 Musikern und Sängern zeigt er einen Teil seiner Übersetzung des „Rolandsliedes“ aus dem 11. Jahrhundert ins Arabische und gibt der Heldensage aus der Zeit Kaiser Karl des Großen eine neue Perspektive. „The Song of Roland: The Arabic Version“ schließt an seine Film- Trilogie „Cabaret Crusades“ mit „The Horror Show File“, „The Path do Cairo“ und „The Secrets of Karbala” an und ist, nebst all der Tiefe des Gedankens, eine großartige, magische Stunde.

Eine „Geisterbahnfahrt des Unheimlichen und der neuen Ängste unserer Gesellschaft“ verspricht das Programmbuch der Wiener Festwochen. „Phobiarama“, konzipiert vom „für seine provokanten Projekte bekannten“ niederländischen Künstler Dries Verhoeven, ist eine fast einstündige Fahrt im Kreis mit einem Autoscooter auf Schienen. Die Gäste werden mit ohrenbetäubenden Geräuschen und Gebrüll beschallt, ab und zu blinken die Displays kleiner Videoscreens auf. Eine Stunde kann sehr lang sein.

Der österreichische Autor Martin Prinz ist gerne unterwegs. Als Langstreckenläufer folgte er den Fluchtwegen des Bankräubers, „Pumpgun-Ronnie“ und schreibt seinen ersten Roman, „Der Räuber“. Später durchquert er die Alpen, wandert 2500 Kilometer von Triest nach Monaco und erzählt davon auf mehr als 400 Seiten. Die vorläufig letzte Wanderung führt ihn von Wien nach Lilienfeld und in die Vergangenheit. Der Autor erzählt seine und seiner Familie Geschichte. Ein Roman über die Heimat Lilienfeld (in Österreich), doch kein Heimatroman der üblichen Sorte.

Spitzwegerich, den kennt man als Heilpflanze und lernt ihn neuerdings auch als Theaterverein kennen. Ausgerechnet Insekten werden bei ihrer ersten Premiere auf der Bühne schwirren, wenn es heißt „Welcome to the insects“. Keine Angst, sollte einer der kleinen Schwirrflügler entkommen: Spitzwegerich hilft auch gegen Insektenstiche und -bisse.

Mit dem zweiten Teil der Trilogie „On Earth“ gehen die Performer*innen von The Loose Collective in die Steinzeit zurück und landen, hungrig und durstig, doch wieder in der Gegenwart. War Teil I dem Urknall und der Entstehung der Pflanzen und Tiere gewidmet, so sind diesmal die Menschen an der Reihe. Nach der Uraufführung in Graz im Dezember 2017 war die Wien-Premiere im WUK zu sehen.

Einen erlebnisreichen Abend bescherten Choreograf John Neumeier und das Hamburg Ballett dem Publikum im Theater an der Wien mit dem Ballett „Die Möwe“. Nach dem Drama von Anton Tschechow 2002 entstanden, hat Neumeier diese wunderbare Kreation 2017 wieder aufgenommen und bietet auch in Wien ein ausgewogenes, tief empfundenes, ästhetisch traumhaft schönes Ballett über die Liebe und die Kunst, die Liebe zur Kunst, und die Kunst der Liebe. Ein großartiger Abend, der die beiden Akte von je einer Stunde im Flug vergehen ließ. Auch Tänzer*innen können fliegen und die Herzen des Publikums ebenso. Sie fliegen dem Choreografen zu, wenn er sich vor dem Vorhang zeigt.

Mit ihrer neuen Arbeit „The Gap in Between“ hat die kolumbianisch-österreichische Tänzerin und Choreografin Adriana Cubides einen lang gehegten Wunsch realisiert: eine sehr persönliche Arbeit über Gegebenes, über Strukturen, Gegenwart und Möglichkeiten. Über den „konkreten Moment“, Potenziale und die Freiheit, sich all dem zu entziehen oder sich bewusst zu eigen zu machen. Über Begegnungen mit Unbekannten und die Wirkmacht von Kollaborationen. „Ich erschaffe Mechanismen, in denen alle Beteiligten ‒ Performer, Zuschauer, Licht und Ton – damit konfrontiert werden, zulassen zu müssen, dass die Kontrolle zwischen uns allen liegt“, beschreibt Cubides, die neben ihrer Tanzausbildung an der Bruckner Universität in Linz auch Literatur- und Sprachwissenschaft in Bogotá studierte, im Vorfeld ihre Arbeitsweise an dieser Produktion.

Schlicht und knapp nennt Choreograf und Compagnie-Gründer Lin Hwai-min sein Tanzstücks, das er zum 40. Geburtstag seiner Compagnie 2013, dem Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, kreiert hat. Mehr als 20 TänzerInnen und Tänzer erzählen darin in kurzen Episoden vom Zyklus der Reispflanzen, vom Aussäen und Bewässern der Felder, von der Ernte bis zum Abbrennen und der neuerlichen Geburt aus dem Wasser. Im Festspielhaus St. Pölten herrschte zum Abschluss lebhafter Jubel und auch Staunen. Freudig nahmen die Tänzer*innen samt Chef Lin Hwei-min, in wohl geordneter Formation aufgestellt, die Begeisterung entgegen.

Der vierteilige Abend mit „Stravinsky Violin Concerto“ und „Thema und Variationen“ von George Balanchine, „Bach Suite III“ von John Neumeier und dem fröhlichen „Concert“ („Or, The Perils of Everybody“) von Jerome Robbins kommt beim Publikum bestens an. Das konnte auch am 3. Mai 2018 in der Staatsoper beobachtet werden. Am heftigsten wurde Neumeiers „Bach Suite III“, ein verzauberndes Ballett für zwei Hauptpaare und drei Begleitpaare, gefeiert. Solotänzer Jakob Feyferlik hat als Partner der Ersten Solotänzerin Olga Esina auch bei diesem Debüt gezeigt, welch feinsinniger, eleganter Tänzer er ist.

Der irische Schriftsteller Donal Ryan läßt diesmal, in seinem dritten auf Deutsch erschienen Roman, von einer Frau erzählen. Melody Shee erwartet ein Kind, das nicht von ihrem Mann ist. Die neun Monate bis zur Geburt hält sie in einer Art Lebensbeichte fest, erzählt vom Schwinden der Liebe und der Sehnsuch nach Glück. Begleitet wird sie von der jungen Mary Crothery, ebenfalls einer Ausgestoßenen. Einfühlsam schildert Ryan die Gefühlsverwirrungen der beiden Frauen, die durch ihre Eigenwilligkeit die gesellschaftlichen Normen überwinden.

Mit Maria Yakovleva als Odette / Odile hat Robert Gabdullin sein Debüt als Prinz Siegfried in Rudolf Nurejews Choreografie „Schwanensee“ gegeben. Dieser neue Prinz tanzt sauber, wirkt aber ziemlich steif. Den strahlenden Glanz erhielt der Abend durch Maria Yakovleva, mit vollem Köpereinsatz, differenzierter Mimik und einer frappierenden Wandlungsfähigkeit. Tatsächlich, auch am 29. Mai 2017 tanzte in der Staatsoper dieselbe Erste Solistin Odette im weißen und Odile im schwarzen Tütü. Mehrmals wurde sie am Abend vom hingerissenen Publikum vor den Vorhang gerufen. Mit ihr bejubelt wurde auch der Dirigent, Alexander Ingram, der genau weiß, dass Ballett auf der Bühne stattfindet und nicht im Orchestergraben.

Eine Repertoirevorstellung, wie sie sein soll: konzentriert, schmeichelnd, aufwühlend und begeisternd. „Schwanensee“ zum 229. Mal in der Choreografie von Rudolf Nurejew. Zurecht wurden Ensemble, Orchester samt den Protagonist_innen – Nina Poláková: Odette / Odile, Vladimir Shishov: Prinz Siegfried, Andrey Kaydanovskiy: Zauberer Rotbart und Paul Connelly: Dirigent – mit lautstarkem Applaus aus dem Parkett  und Bravorufen vom Stehplatz bedankt.

Zum fünften Mal wurde der Ballettabend zur Musik von Igor Strawinsky, kreiert von drei Tänzern des Wiener Staatsballetts, vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. In Eno Peçis „Petruschka“ und auch in Andrey Kaydanovskiys „Feuervogel“ waren einige Debüts zu bewundern. András Lukács ließ in „Movements to Strawinsky“ die bewährten sechs Paare tanzen. Ein Genuss, immer von Neuem.

Fast wäre Pernilla die Zimmerdecke auf den Kopf gefallen, doch stattdessen fällt ihr, die sich längst von der Bühne verabschiedet hat, die Liebe zu.
In dem Roman „Dieses altmodische Gefühl“ erzählt Bruno Pellandini von Pernilla und Ildefons, mit viel Gefühl, stilsicher und humorvoll. An zwei Abenden wird der Autor selbst aus seinem feinen Buch lesen.

Die Assoziation klappt sofort: Etwas Kleines kann auch groß sein, oder dazu gemacht werden, wie die Redewendung es ausdrückt. Das Kollektiv VRUM Performing Arts zeigt im Dschungel Kindern ab vier mit Tanz und Gesang, wie relativ Größenverhältnisse sind und dass es nicht nur auf Zentimeter, Kilo oder Liter ankommt. Eine energiegeladene, fröhliche Stunde, die die jungen Zuschauer_innen so richtig animiert hat.

Constanze zieht in den Krieg. Anstelle ihres Mannes, der zu schwach ist, Gewalt und Zerstörung zu ertragen. Als Mann verkleidet, unter dem erfundenen Namen Ash Thompson, erträgt sie alles, was der Krieg zu bieten hat, die Verwüstung des Landes, das Rauben, Vergewaltigen, Morden. Mit ein paar Äpfeln als Prvoviant zieht sie los und mischt sie sich unter jene, die den Tod vor Augen haben. Sie ist eine der Zähesten und Tapfersten und wird, nach einer alten Ballade, bald nur noch „Kavalier Ash“ genannt.

Mit lautem Jubel und Bravorufen aus der russischen Loge nach jeder Variation wurden die Gäste aus Moskau, Olga Smirnova und Semyon Chudin, die im Ballett „Schwanensee“ die Hauptrollen getanzt haben, bedankt. Als Paar haben die beiden Mitglieder des Bolschoi-Ballettensembles schon quer durch Europa getanzt. Eno Peçi erhielt für seine Darstellung des Zauberers Rotbart mit wildem Flügelschlag, einem Feuervogel gleich, einen Sonderapplaus.

Seit 2003 organisiert der private Ballettclub der Wiener Staatsoper und Volksoper auf Initiative der Präsidentin, Ingeborg Tichy-Luger, ein Labor, in dem sich Tänzer und Tänzerinnen des Wiener Staatsballetts als Choreograf_innen erproben können. An zwei Abenden werden dem Publikum die Ergebnisse vorgestellt. Die Veranstaltung „Junge Choroegrafen ’17“, bei der 12 Tänzer_innen, manche bereits erfahren, die meisten aber blutige Neulinge, ihre Kreationen gezeigt haben, hat 2017 Anfang Mai im Theater Akzent stattgefunden. Das Publikum, darunter Sponsoren und hohe Diplomaten, zeigte sich nach nahezu drei Stunden mit Solos, Pas de deux und Gruppenstücken recht begeistert.

Mit teilweise neuer Besetzung sorgt die Folgevorstellung des dreifachen Ballettabends, choreografiert von den Tänzern Eno Peçi, András Lukács, Andrey Kaydanovskiy, für heftigen Beifall. Das Premierenfieber ist abgeklungen, die Schonzeit beendet, der Blick wird genauer. Auch wenn manche Tänzer_innen ihren ersten Auftritt für Strawinsky haben, ist der Abend nun Repertoire, doch keinesweges Routine, sondern frisch und aufregend, regiert vom Komponisten Igor Strawinsky.  Dirigent David Levi hat das richtige Tempo gefunden, und das Volksopernorchester folgt ihm mit Engagement und schönen Soloeinlagen.

Ein Mann zwischen zwei Frauen. Die eine, Clara, ist die Gegenwart, er aber interessiert sich mehr für die andere, Rebecca, eine Liebe aus der Vergangenheit. Bei einem Ausflug nach Long Island, ins kleine Dorf Montauk, wo er und Rebecca einst ein paar glückliche Tage erlebt haben, will er die Liebe wiederbeleben. Doch einmal Versäumtes lässt sich nicht mehr nachholen. Ein schöner Film von Volker Schlöndorff, der dem Autor Max Frisch gewidmet ist.

Bestens gelaunt, glücklich und auch stolz auf seine Compagnie, präsentierte Ballettdirektor Manuel Legris seine nächste Saison. „Das Repertoire wächst, die Compagnie wird immer besser“, und, wie die kaufmännische Direktorin, Simone Wohinz, hinzufügt, „die Auslastung stimmt auch.“ Tourneen nach China (mit Nurejews „Schwanensee“) und Japan (mit Legris’„Le Corsaire“) sind geplant, und wie sehr das Wiener Staatsballett an den großen Opernhäusern geschätzt wird, beweisen auch die zahlreichen Gastspiele, zu denen die Tänzer_innen, Solo oder im Pas de deux, eingeladen werden. Keine Gala ohne Gäste aus Wien. Das alles nährt die Hoffnung, dass uns Manuel Legris noch lange erhalten bleibt.

Der Zusatztitel der autobiografischen Brandrede des katholischen Priesters Krzystof Charamsa fasst den Inhalt zusammen: „Ein homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche.“ Charamsa ist in der Hierarchie des Vatikans ganz oben gestanden. Er war Mitglied der gestrengen Glaubenskongregation, der Nachfolgerin der Inquisition. Nach seinem öffentlichen Geständnis, er sei homosexuell wurde er von allen Ämtern ausgeschlossen. Den schwierigen Schritt beschreibt er in dem Bekenntnisbuch und prangert zugleich die Homophobie samt der Realitätsverweigerung im Vatikan an.

Seit nahezu dreißig Jahren leitet der israelische Choreograph Ohad Naharin die Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Der Filmregisseur Tomer Heymann hat Naharin über viele Jahre begleitet und aus hunderten Stunden Drehmaterial einen preisgekrönten Film über Naharin und seine Compagnie geschaffen. ARTE tv sendet das Filmporträt am 28. Mai um 22.55 Uhr.

Einen Kriminalroman darf man Kanae Minatos Roman nur insofern nennen, als tatsächlich ein Mord im Zentrum der „Geständnisse“ steht. Doch es tritt kein ermittelnder Kommissar auf, denn die Mutter des Opfers wehrt sich nicht gegen das Ergebnis des Polizeieinsatzes: Tod durch Ertrinken, ein bedauerlicher Unfall. Sie nimmt die Rache selbst in die Hand. Das Opfer war vier Jahre alt, die Täter sind Teenager, noch keine 15.

Mein großes Werk (ein ehrgeiziges Projekt)“ nennt der katalanische Tänzer, Regisseur und Choreograf David Espinosa die knappe Stunde mit der Compagnie Hekinah Degul. Nicht zu hoch gegriffen, sind doch 300 Darstelle_innen, Zwei- und Vierbeiner, beteiligt. Sie alle haben samt Bühnenbild und Soundinstallation in einem Kabinenkoffer Platz. Die ganze Welt als Miniatur. Groß gedacht, klein gemacht. Eine geniale Idee. Eine erstaunliche Performance.

Der Tänzer und Choreograf Ákos Hargitay hat sein Interesse am Urbanen Tanz (B-Boying, Locking, Popping, Electric Boogie, meinst als Breakdance zusammengefasst) bereits in mehreren Produktionen bekundet. Zur Kultur der Hip-Hop-Bewegung gehört es auch, neue Aufführungsorte zu erobern. Hargitays „break.out“, die NeuInszenierung der Open-Air-Show (September 2015) im Museumsquartier, findet demnach im noch nicht sehr bekannten F23, einer alten Sargfabrik in Wien-Atzgersdorf, statt. Neu inszenierte Wiederaufnahme der Open-Air-Show im Museumsquartier.


 Der Direktor des Wiener Staatsballetts Manuel Legris hat gestern, 26. Mai 2016, im Anschluss an die Vorstellung von Don Quixote Davide Dato zum Ersten Solotänzer der Compagnie ernannt. Der aus Italien stammende Tänzer war an diesem Abend in der vom Publikum umjubelten und mit Standing Ovations bedachten Wiederaufnahme von Nurejews Ballettklassiker als Basil zu erleben.
Davide Dato ist in dieser Spielzeit noch am 5. Juni 2016 als Zigeuner in Don Quixote, am 7. und 11. Juni in Bella Figura im dreiteiligen Abend Van Manen | Ekman | Kylian sowie in der Nurejew Gala am 26. Juni 2016 als Faun in The Four Seasons sowie Birbanto im 1. Akt von Le Corsaire zu erleben.

Auch eine Repertoire-Vorstellung kann zu einem Fest werden. Die frisch gebackene Erste Solotänzerin Kiyoka Hashimoto tanzte ihre Rolle, Kitri, mit Verve und Charme. Ihr Partner, Davide Dato ersprang sich voll Energie die Ernennung zum Ersten Solotänzer. Obwohl das Publikum keine Ahnung von dem Avancement hatte, spendete es beiden Solistinnen nach jedem Solo, jedem Pas de deux nie enden wollenden Jubel.

Michael Turinsky, Tänzer, Choreograf und Philosoph, unterhält das Publikum im Tanzquartier mit seinem neuen Solo: „The second Skin – turn the beat around“. Ob im grauen Hoodie mit Mausohren oder im Pelz mit Goldkette, Turinsky ist immer überzeugend, doch will er diesmal die Zuschauerinnen weniger überzeugen als zum Lachen bringen. Und das tut die Hip-Hop-Generation ausgiebig.

Mit tosendem Applaus bedankten sich Freundinnen, Freunde, Verwandte, Kolleginnen und Kollegen bei den Studierenden der Ballettakademie der Wiener Staatsoper, verstärkt durch die Mitglieder der Jugendkompanie (Absolvent_innen der Akademie). Zur Phantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter Tschaikowski hat Evelyn Téri das bekannte Thema choreografisch variiert. Im zweiten Teil des Abends in der Volksoper zeigte das engagierte Ensemble Natalia Horecnas abwechslungsreiche Choreografie „Malerei eines Traumes“. Selbstverständlich war auch das Leitungsteam der Ballettakademie, allen voran der künstlerische Leiter, Manuel Legris (zugleich Chef des Wiener Staaatsballetts), anwesend.

Das Ehepaar Betty und Edward Feathers kennen die Leserinnen der englischen Autorin Jane Gardam bereits. In „Ein untadeliger Mann“ wird die Lebens- und Ehegeschichte zweier Raj-Waisen, aus der Sicht Edwards geschildert. Im zweiten Teil der Trilogie ist Betty dran. Nicht nur ihre Jugend ist eine andere, auch der Verlauf des Ehelebens. Was beide eint ist die unverbrüchliche Liebe für und die Achtung vor einander. Ein eleganter, ruhiger und dennoch aufregender Roman.

Großer Jubel nach der Vorstellung von Patrick De Banas runderneuertem Ballett „Marie Antoinette“ für die junge Halbsolistin Natascha Mair. Mit Nina Tonoli als Madame Elisabeth, der Schwester Ludwig XVI., debütierte sie als dem späteren König von Frankreich verschacherte österreichische Prinzessin. Alternativ waren auch Schatten, Schicksal, Maria Theresia und der Namenlose besetzt. Jakob Feyferlik, darf sich mit seinem vierten Auftritt als Ludwig XVI. schon als Routinier fühlen.

Ein arrivierter, sozialdemokratischer Parteigrande, seine rechtskonservative Ehefrau, der neoliberale Jungunternehmer-Sohn und die öko-weltverbessernde Tochter baten zum weihnachtlichen Abendessen. Die Gäste waren das Publikum im wahrsten Sinn des Wortes und lauschten den politischen Debatten der Familienmitglieder. Diskussionsbeteiligung war aber durchaus erwünscht. „Wahlabend“ hieß die interaktive Performance mit Hubsi Kramar und jungen KollegInnen im Kunstraum fAN.

Als „Legende von Verdis Violetta“ erzählen im Dschungel  junge Darsteller und Darstellerinnen die Geschichte der „Kameliendame“, wie sie Alexandre Dumas in seinem 1848 erschienen Roman nennt. Violetta Valery (so ist die Rolle in Giuseppe Verdis Oper genannt) ist eine Puppe, geführt von Viviane Podlich, Studentin der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.  Sie hat mit der Produktion ihre Abschlussarbeit (Ensemble) absolviert.  Mit zwei Kollegen, einer jungen, Sängerin und der Puppe Violetta hat sie  ihre Prüfung wohl bestanden.

Dem Architekten Josef Frank (19885–1967) widmet das MAK eine Ausstellung, die ebenso leicht zugänglich wie umfassend ist. Wegen des anhaltenden Publikumsinteresses wurde sie  bis in den Sommer 2016 verlängert. Frank hat zwar Architektur studiert und sich auch im Wohnbau engagiert, doch reichten seine Interessen in alle Bereiche der Gestaltung: Stoff- und Tapetenmuster hat er ebenso entworfen wie Mobiliar.

Verborgen zwischen den kleinen toskanischen Orten Seggiano und seinem winzigen Ortsteil Pescia liegt am Fuß des Monte Amiata im schattigen Tal das Paradies, il Giardino, der Garten. So ist der Flurname des 16 ha großen Areals, in dem der Künstler und Sammler Daniel Spoerri „seinen“ Garten pflegt. Was darin wächst ist Kunst. Skulpturen, Assemblagen, Installationen. Von Spoerri selbst und von seinen Freunden. In nahezu 20 Jahren haben sich mehr als 100 Werke angesammelt, die den Garten zu einem Zauberland machen. Die Natur spielt willig mit.

Sichtlich zufrieden blickt Ballettdirektor Manuel Legris bei seinem alljährlichen Pressetermin auf die demnächst zu Ende gehende Ballettsaison zurück und auch die kaufmännische Direktorin, Simone Wohinz, nennt stolz die Zahlen. Viele ausverkaufte Vorstellung treiben die Auslastung auf nahezu 97 Prozent. Besucher konnte man in dieser Saison etwas weniger zählen als 2014/2015. Erklärung: Es wurden auch weniger Vorstellungen geboten. 2016/17 wird sich das ändern statt 84 Vorstellungen in Staatsoper und  Volksoper sind wieder 91 angesetzt. Legris macht das berühmte Schneeköniggesicht.

Mind the gap! Zwischen gesagten, geschriebenen Wörtern und dem gelesenen, gehörten, verstandenen Sinn, wenn die aneinander gereihten Buchstaben zur Kette, also zu Sätzen gefügt werden, ist ein Spalt. Andrea Maurer und Frans Poelstra füllen diesen mit Unsinn der zum Sinn wird, mit Humor, der eigene Interpreationen und Gedanken zulässt. Eine köstlicher Buchstaben- und Wörter-Suppe aus „The Scattered Series" im Studio des Tanzquartiers.

Fyodor Pavlov-Andreevich präsentiert im Festwochenzentrum / Künstlerhaus mit seinem „Performance Carousel“ eine Stunde und 15 Minuten, die kaum zu beschreiben sind. Würde ich nämlich das Abenteuer, und das war es, wenn auch ganz ungefährlich, genau schildern, nähme ich kommenden Besucherinnen die Freude an der Entdeckung und das Vergnügen an der Beteiligung. In einer Video-Einführung geben die Künstlerinnen und Künstler etws von sich selbst preis und umkreisen das Thema.

Trompeten und Posaunen werden im Festspielhaus St. Pölten zum Saisonende blasen. Und, was man so hört, wird es ein richtiges Fest für das Publikum. In Kooperation mit dem Festspielhaus St. Pölten bringt ImPulsTanz den nicht gerade leisen Abend „En avant, marche!“ auf die Bühne. Der belgische Choreograf Alain Platel (Le ballet C. De la B.) und sein Landsmann, der Regisseur und Darsteller Frank Van Laecke inszenieren diese musikalische Performance mit einem Tänzer, Schauspielrinnen des Genter Stadttheaters und eben einer riesigen Blaskapelle.

Fünf Regisseure, die im 20. Jahrhundert die Regiearbeit wesentlich beeinflusst haben, müssen für eine Installation herhalten, die Unterschiede und den Wandel der Regiestile zeigen soll. Dazu verwendet die englische Regisseurin Katie Mitchel den Wahnsinns-Monolog der Ophelia aus Shakespeares „Hamlet“. Ausgehend vom Londoner Victoria an Albert Museum, ist die Videoinstallation auf ihrer Welttournee nun im Theatermuseum gelandet.

John Neumeier hat aus drei seiner zu unterschiedlichen Zeiten entstandenen Shakespeare-Ballette den Kern herausgeschält und zu einem Abend mit „Shakespeare Dances“ zusammengestellt. Umrahmt von zwei Komödien schockt die zum Tanztheater komprimierte Tragödie des Dänenprinzen Hamlet. Das Hamburg Ballett zeigte die Szenen als Gastspiel im Theater an der Wien. Neumeier und seine Compagnie durften nach der ersten Vorstellung im Applaus baden.

Sechs Jahre nach der Uraufführung seines abendfüllenden Balletts „Marie Antoinette“ hat Patrick de Bana seiner Choreografie ein neues Gesicht und mehr Tiefgang verliehen. Gestrafft und reduziert, mit neuen Musikteilen von Carlos Pino-Quintana und Spitzentanz für die Hauptfiguren ist ein eindrucksvoller Abend gelungen, der dem Wiener Staatsballett in der Volksoper Gelegenheit gibt, Ausdruckskraft und technische Perfektion zu zeigen. Das Publikum nahm bei der Premiere die Gelegenheit zu heftigem Jubel wahr.

Klassiker-Überschreibungen sind die Spezialität von Gernot Plass. Diesmal war die österreichische National-Ikone Nestroy an der Reihe. Doch nicht das Ensemble des Theater an der Gumpendorferstraße spielte in der Uraufführung von „Empört euch, ihr Krähwinkler“, sondern Studierende der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Auch wenn die Neudichtung ihre Qualität hat, hätte man sich in der theatralen Umsetzung doch lieber Profis gewünscht.

So frei wie mit dem Körper auf der Tanzbühne bewegt sich Maria Beykirch mit dem Pinsel auf der Leinwand. Lange Zeit hat sich die Malerin, im Brotberuf Ärztin, ihre Bilder nur guten Freunden gezeigt. Dem Erfolg ihrer ersten Ausstellung in der Wahlheimat München brach den Bann. Jetzt widmet der Hirmer-Verlag der mehrfach Begabten einen Band mit 50 Bildern, wenig Text. Anregungen zum Tanz der Gedanken und zu deren Ruhepause.

Immer wieder begeistert Kenneth MacMillans Choreografie von „Mayerling“, dem Ballett mit dem Kronprinzen Rudolf als zentrale Person. Roman Lazik ist ein gehemmter, zweifelnder, unglücklicher Prinz, von Vater und Mutter im Stich gelassen, todessehnsüchtig und zerrissen. Nur in der Taverne mit Mizzi Caspar und Alkohol kann er sich gehen lassen. Das Publikum ist vom Aufmarsch historischer Personen etwas überfordert.

In einer fröhlichen Show fragt das Ensemble IYASA aus Simbabwe das junge Publikum im Dschungel Wien, was denn typisch österreichisch sei. Die Kinder können mit dieser Frage noch wenig anfangen. „Do You Jodel?“ könnte sie dennoch fesseln, würde die hinreißende Darbietung nicht durch die Ansage hölzerner Texte gebremst.

In drei Vorstellungen dürfen junge Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne der Volksoper ihr Talent zeigen. Nicht nur TänzerInnen, die bereits in Solorollen aufgefallen sind, präsentieren sich dem Publikum, auch so manche NewcomerInnen und Mitglieder des Corps des Wiener Staatsballetts werden in einem vielfältigen Programm ihrem Mentor und Direktor Manuel Legris alle Ehre machen.