Versammlung der Gala-Weltstars.

Ein Fest! Ballettstars aus den großen Compagnien Europas und dem Bolschoi Ballett in Moskau haben am 1. Dezember im knallvollen Volkstheater dem begeisterten Publikum einen erlebnisreichen Abend beschert. Zum dritten Mal ist es Kirill Kourlaev, ehemaliger Erster Solotänzer des Wiener Staatsballetts, und Olga Esina, aktive Erste Solotänzerin in der Wiener Compagnie, gelungen, Wien eine Gala mit Weltstars zu bescheren, die keine Wünsche offen gelassen hat. So herzlich, so laut und langhaltend tönen Applaus und Bravorufe selten im sonst dem Wort huldigenden Theaterhaus.
Die „Weltstargala“, veranstaltet von Kourlaev & Esina Production, ist aus Wien nicht mehr wegzudenken.

Ditta Rudle
Ein Grabstein von zehn im sprechenden Garten. © James Allan

Die interaktive Soundinstallation der libanesischen Künstlerin Tania El Khoury ist erlebte oral history. In eine der üblichen Schubladen passt die Inszenierung nicht, das Publikum wird zu Mitwirkenden, ist eingeladen, der Toten aus dem Bürgerkrieg in Syrien zu gedenken und die Realität eines Terrorregimes zu erleben. In der Galerie die Schöne zeigt brut El Khourys eindringliches Werk, „Gardens Speak“, vor jeweils zehn Trauergästen.

Ditta Rudle
Géraud Wielick: Puck im "Sommernachtstraum". © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Eros schwitzt. Géraud Wielick auch. Der belgische Tänzer, eine Stütze des Wiener Staatsballetts, wird bei der Nurejew-Gala ’19 den griechischen Gott der Liebe im romantischen Ballett „Sylvia“, choreografisch adaptiert von Manuel Legris, tanzen. Mit dem dritten Akt seiner „Sylvia“ beschließt Ballettchef Legris am 28. Juni den Galaabend und die Saison.

Ditta Rudle
Susanne Kirnbauer, Harald Baluch, Doris Uhlich: Neuerlich auf Spitze.

Emotionalität in Form. Die Tänzerin und Choreografin Doris Uhlich holt die Vergangenheit in die Gegenwart, weckt Erinnerungen an das romantische Ballett und wird selbst zur Ballerina. Mehr als 10 Jahre nach der Premiere hat sie ihr Erfolgsstück „Spitze“ mit Susanne Kirnbauer und Harald Baluch neu einstudiert und zeigt es als lebendige Ergänzung der Ausstellung „Die Spitze tanzt“ im Theatermuseum. Die Tänzerin und der Tänzer, Kirnbauer und Baluch, erinnern sich, Uhlich zieht die Spitzenschuhe an, hebt sie Arme, tanzt eine Arabesque. Man muss sie lieben, all drei.

Ditta Rudle